Hier wie immer das Spannendste, was wir in den letzten Tagen im Internet von und über den gemeinnützigen Sektor gefunden haben (tagesaktuelle Links gibt’s rechts in der Sidebar):
Fussball EM und Zivilgesellschaft
Kampagne 2.0 berichtet über NPOs, welche die Fußballeuropameisterschafft 2008 aufgreifen. Hier möchte ich die Organisation streetfootballworld (www.streetfootballworld.org) von Ashoka-Fellow Jürgen Griesbeck ergänzen. Diese greift das Thema nicht nur auf, sondern benutz den Fußball ganz gezielt um sozialen Wandel in den Bereichen Bildung, Umweltschutz, Gesundheit, Integration… voranzubringen.
Engagement 2.0
Andrea Nienhaus berichtet über eine kleine Diskussionsrunde auf der neben Helpedia auch elargio, betterplace, netzwirken und reset vertreten waren.
Fragwürdige Unterlassungserklärungen gegen Spendenrat-Mitglieder
Der Organisation Deutsche Kinderhilfe, welche laut Welt in “dubiose Machenschaften” verstrickt ist, droht auf der nächsten Mitgliederversammlung des Deutschen Spendenrat der Ausschluss aufgrund von Unregelmäßigkeiten. Anstatt sich zu bemühen Klarheit in die umstrittenen Punkte zu bringen, schien es die Deutsche Kinderhilfe jedoch für sinnvoller zu halten, allen anderen Mitgliedern, des um Transparenz bemühten Deutschen Spendenrat, in einem Rundschreiben mit einer Unterlassungserklärung zu drohen. Dagegen war ja UNICEFs Verhalten während des “Spendenskandals” ja geradezu preisverdächtig…
Wisdom of crowd: Bottom up measuring of development results (englisch)
Christian Kreutz sieht Möglichkeiten, dass das Web 2.0 in absehbarer Zeit auch in der Entwicklungszusammenarbeit Einzug halten wird. Das Feedback der eigentlichen Nutznießer könnte zu einer deutlichen größeren Transparenz führen. Kurzfristig dürfte eine derartige Initiativen meiner Meinung nach Widerstände sowohl auf Seiten der Empfänger-, als auch der Geberländer hervorrufen. Mittel- bis langfristig sollte sich diese äußerst wünschenswerte Entwicklung, aufgrund der auch in Entwicklungsländern ständig steigenden Verbreitung des Internets, aber durchsetzen.
Causes raised $2.5 million in first year of operation (englisch)
Allan Benamer berichtet über die Ergebnisse von Project Agape bzw. deren, insbesondere durch Facebook bekannt gewordenen, Applikation Causes. In den Kommentaren des entsprechenden Techcrunch-Artikels kann man verschiedene Stimmen finden, die sich von den 2,5 Millionen US$ nicht sonderlich beeindruckt zeigen. Auf der anderen Seite darf man auch nicht unterschätzen wie viel zusätzliche Aufmerksamkeit Causes auf diverse gemeinnützige Organisationen gelenkt hat.
Share the wealth… (englisch)
Lucy Bernholz berichtet darüber, warum Sie bzw. Ihre Beratungsfirma darauf besteht, alle Analysen oder Evaluierungen die Sie im Auftrag von Stiftungen durchführt, auch öffentlich zugänglich zu machen. Wie schaut es diesbezüglich eigentlich hierzulande aus… ?
Good vs. Better (englisch)
Eli von GiveWell argumentiert, dass es nicht reicht Evaluationen im gemeinnützigen Sektor nur darauf zu reduzieren, die schwarzen Schafe ausfindig zumachen, sondern auch versucht die guten von den sehr guten Organisationen zu unterscheiden. Tja ja, ich wünschte eine solche Diskussion würde es auch in Deutschland geben…
Prioritizing solutions for the world’s challenges (englisch)
Frank Rijsberman von google.org (dem gemeinnützigen Arm von Google) berichtet über den Copenhagen Consensus. Eine vom äußerst umstrittenen Wissenschaftlers Bjørn Lomborg initiierte Veranstaltung, auf der in illustrer Runde (etliche Nobelpreisträger) die Frage diskutiert wird, was der effizienteste Weg ist die “Welt zu retten”. Auch wenn die Tagung von vielen Seiten kritisiert wird, so komme ich doch nicht umhin zugeben zu müssen, dass mir zumindest der Ansatz sehr gut gefällt.













