Helpedia unterstützen!

Archiv für die Kategorie ‘Helpedia’

Helpedia als Informationsquelle für potentielle Großspender und -sponsoren
28.3.2008, 13:31 Uhr

Gestern wurde ich auf eine interessante Möglichkeit Helpedia zu nutzen aufmerksam gemacht, die ich zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht erwartet hatte. Eine Mitarbeiterin einer großen, internationalen Hotelkette kontaktierte mich, da sie Helpedia genutzt hat um sich über Organisationen zu informieren, die man im Rahmen einer neuen Kampagne unterstützen könnte. Konkret fragte sie mich, inwiefern eine Verfeinerung der Suchkriterien möglich sei, um z.B. auch zwischen regional und überregional tätigen Organisationen zu unterscheiden. Leider können wir damit noch nicht aufwarten, aber natürlich werden wir die Idee aufgreifen. Wäre es uns bei Helpedia doch ein Fest, wenn wir mit unserer Plattform Organisationen helfen könnten, von potentiellen Großspendern- bzw. -sponsoren gefunden und wenn möglich auch gefördert zu werden.

Der gemeinnützige Sektor in Deutschland
26.3.2008, 21:09 Uhr

Immer wieder wurde ich nach den Motiven für die Gründung von Helpedia gefragt. Neben eher Abstraktem und Persönlichem habe ich auch immer wieder erwähnt, dass man die Vielzahl der (potentiell) engagierten Menschen mit Hilfe des Internets noch deutlich besser unterstützen könnte und sollte. Diese, zugegeben etwas schwammige, Formulierung soll im Folgenden mit ein paar Fakten unterfüttert werden.

Fangen wir mal damit an, dass es hierzulande über 150.000 gemeinnützig anerkannte Vereine in den Bereichen Umwelt, Kultur und Wohlfahrt, mehr als 15.000 nicht-kirchliche Stiftungen sowie zahlreiche gemeinnützige GmbHs und AGs gibt. Um Missverständnissen vorzubeugen sei nochmals gesagt, dass Sportvereine hier bereits raus gerechnet worden sind, und beispielsweise das Bayerische Rote Kreuz (www.brk.de) mitsamt seinen unzähligen Kreis- und Bezirksverbänden in dieser Statistik lediglich ein Mal gezählt wurde.

Auch bezüglich ehrenamtlichen Engagements kann mit großen Zahlen, genauer gesagt mit mehr als 23 Millionen freiwillig engagierten Menschen, aufgewartet werden und mit dem Deutschen Caritasverband und dessen ca. 500.000 hauptamtlichen Beschäftigten stellt der sogenannte 3. Sektor sogar den größten nicht staatlichen Arbeitgeber des Landes.

Zu den jährlichen Spenden liegen aufgrund mangelnder Offenlegungspflichten und fehlender Transparenz in Deutschland keine offiziellen Zahlen vor, aber wissenschaftliche Erhebungen gehen von ca. 26 Millionen PrivatspenderInnen aus, die ein jährliches Spendenvolumen zwischen € 2,8 und 5,2 Milliarden erreichen.

Diese Zahlen mögen jetzt erstmal imposant klingen, sind aber weder im internationalen Vergleich, noch im Verhältnis zu den in Deutschland steckenden Potentialen sonderlich beeindruckend. Beginnen wir mal mit der Mär vom Spendenweltmeister. Keine Ahnung wer diese Behauptung mit welcher Begründung jemals in die Welt (vorsicht, Linkwitz ;-) gesetzt hat, aber mit der Realität hat das leider nicht viel zu tun. So liegt der Anteil der SpenderInnen an der Gesamtbevölkerung in den Niederlanden, Schweden und Norwegen um fast 40% und in Großbritannien immer noch 20% höher als in Deutschland. In den USA übersteigt die Pro-Kopf-Spende die der Deutschen sogar um ein vielfaches.

Freiwilligensurvey

Auch im Bereich der ehrenamtlichen Tätigkeiten herrscht in Deutschland ein enormes Wachstumspotential, wobei hier gar kein internationaler Vergleich bemüht werden muss. Obwohl bereits 36% der Bevölkerung ein Ehrenamt innehat, könnten sich weitere 32% vorstellen, ebenfalls tätig zu werden. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen liegt diese Quote sogar noch höher. Der Grund ist hierbei insbesondere in fehlenden Informationen zu suchen. Laut einer Umfrage des Familienministeriums war der meistgenannte Wunsch im Bereich Bürgerengagement “bessere Information und Beratung”.

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Was und wie zählt Feedburner!?
24.3.2008, 21:29 Uhr

Um nachvollziehen zu können, ob der Helpedia-Blog neben den eigentlichen Besuchern auf der Seite, die wir per Google-Analytics erfassen, auch per Email- oder Feedreaderabonnement gelesen wird, habe ich uns einen Account bei Feedburner eingerichtet. Mit diesem praktischen Tool bekommt man nicht nur die Zahl der AbonnentInnen tagesaktuell geliefert, sondern kann diese mit dem sogenannten FeedCount auch auf seinem Blog präsentieren (siehe rechte Menüleiste unter “Archiv”).

FeedcounterSoweit, so praktisch, was mich in letzter Zeit aber zusehends verwirrt hat, waren die täglichen Schwankungen der Abonnementzahlen. Hatten wir am einen Tag noch 27 LeserInnen, so waren es am nächsten auf einmal nur noch 19 und am darauf folgenden dann wieder 24. Wohlgemerkt ohne dass wir einen neuen Artikel veröffentlicht hatten. Sollte sich wirklich ein Großteil unser LeserInnen nach einem “Probeabo” wieder von uns verabschieden, nur um dann am nächsten Tag aufs Neue zu “bestellen”? Da das Abonnement natürlich nichts kostet und auch nicht mit Werbegeschenken versüßt wird erschien mir dies eine höchst unwahrscheinliche Möglichkeit. Auf der Suche nach anderen Erklärungen konnte ich auf der Feedburner-Website selbst nichts finden, wurde aber per Google auf diesen Blogartikel aufmerksam. Als dem guten Darren Rowse immer wieder von seinen Lesern mit der auch von mir aufgeworfenen Frage konfrontiert wurde, entschloss er sich mal direkt bei Rick Klau (Vice President von Feedburner) nachzufragen. In Kurzform besteht die Erklärung darin, dass Feedreader, die nicht webbasiert sind, sondern auf dem Computer installiert werden, nur dann gezählt werden, wenn das Programm an einem bestimmten Tag auch aufgerufen wurde. In Kombination mit der Tatsache, dass der FeedCounter auch immer nur die Zahlen vom Vortag präsentiert erklärt dies auch, warum die Zahl der Abonnements an Montagen immer zurückzugehen scheint. Scheinbar gibt es wirklich noch Menschen die am Sonntag besseres zutun haben als auf Ihrem Computer nach den neusten Einträgen auf dem Helpedia-Blog zu suchen. Sad but true… ;-)

Helpedia im Fundraiser-Magazin
17.3.2008, 21:06 Uhr

Wie mir der gute Herr Daberstiel vor ein paar Tagen mitgeteilt hat, ist in der aktuellen Ausgabe des Fundraiser-Magazins auch ein kurzer Artikel über Helpedia zu lesen. Inzwischen ist besagtes Exemplar bei uns eingetroffen, und wir freuen uns natürlich sehr über diesen, wie wir finden, gelungen Beginn unserer Pressearbeit.

bol

Wie der/m aufmerksamen LeserIn übrigens nicht entgangen sein dürfte, sind wir nicht die einzigen, die in besagtem Artikel erwähnt werden, sondern teilen uns den Platz mit Betterplace. Dieses ebenfalls sehr spannende Projekt ist übrigens auch in Berlin beheimatet und laut Gründer Till Behnke wird von denen ebenfalls jemand beim Socialcamp dabei sein, es dürfte also spannend werden…

Helpedia auf dem Globalen Wirtschafts- und Etikforum 2008 in Berlin – ein Erfahrungsbericht
13.3.2008, 16:14 Uhr

Irgendwie hatten wir es geschafft: Helpedia stand auf der offiziellen Teilnehmerliste des Globalen Wirtschafts- und Ethikforums (GWEF), wo sich Namen wie Wolfgang Schäuble, Sigmar Gabriel, Claudia Roth, Wolfgang Gerhard, aber auch Unternehmensvertreter von den Konzernen Microsoft, Siemens, Puma, Otto, Deutsche Bank und…und…und… wiederfanden. Das GWEF versteht sich als die zentrale Austausch- und Präsentationskonfernenz für Politiker, Entscheidungsträger von Unternehmen und Kommunikationsprofis zum Thema Corporate Social Responsibility (CSR).

Ein Blick auf die Teilnehmerliste des GWEF´s hat uns schon verraten, dass Helpedia eher die Rolle eines schmückenden NGO-Statisten, als gleichberechtigter Gesprächspartner zugedacht war. Nur ungefähr ein Zehntel der Teilnehmer waren gemeinnützige Vereine und Organisationen und im Verlauf der Konferenz verfestigte sich der Eindruck, dass hier über das soziale Engagement in Deutschland ohne die tatsächlichen Helfershelfer sinniert werden sollte.

GWEFFür die praktischen Belange gemeinnütziger Organisationen gab die Veranstaltung dann auch erwartungsgemäß wenig her. Dafür war es aber im interessant zu beobachten, wie wenig sich bisher ein festes Begriffsverständnis von CSR bei den Teilnehmern geformt hatte. Die Bedeutungszuweisungen schwankten von strategischem Marketinginstrument, über eine integrale Geschäftsphilosophie und -strategie, hin zu einem unternehmerischen Maßnahmenbündel zur Begegnung des Klimawandels. Die prominente Besetzung des Gipfels brachte es mit sich, dass von politischer Seite besonders oft an das nationale Ehrgefühl der Unternehmen appelliert wurde, während umgekehrt die Unternehmen ihre regionale Heimatverbundenheit in den verblüffendsten Tönen priesen. Ging es um konkrete Inhalte verlor CSR plötzlich viel von seinem karitativen Charakter. Stattdessen wurde auffällig oft CSR als ein bestimmender Wettbewerbsvorteil und zentraler Standortfaktor tituliert, der Deutschland zum Nachhaltigkeitsweltmeister werden lasse und damit China auch in Zukunft in seine Schranken verweise. Durch die Bedeutungsdichte des CSR-Begriffs (immer auch gern in Verbindung mit den Adjektiven nachhaltig und innovativ gebraucht) dämmerte es einem endlich, warum die Veranstaltung von dem (mir bisher gänzlich unbekannten) Verlagshaus Helios Media veranstaltet wurde: “CSR ist über weite Strecken ein Schlaraffenland der PR-Branche.”, brachte es Dr. Wilhelm Herlyn, Chefredakteur der Deutschen Presseagentur zum Ausdruck.

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Endlich offiziell gemeinnützig!
12.3.2008, 21:20 Uhr

Eines der ersten Dinge, um die wir uns bei Helpedia gekümmert haben, war die Beantragung der Gemeinnützigkeit. Von verschiedenen Seiten wurde uns damals prophezeit, dass dies kein einfacher und vor allem langwieriger Prozess sein würde. Insbesondere da es sich bei Helpedia um eine alles andere als gewöhnliche Organisation handelt. Leider lag in diesen mahnenden Worten mehr Wahrheit als uns lieb war. Trotz Unterstützung durch einen auf diesen Sektor spezialisierten Steuerberater, hat es schlappe 8 Monate gedauert, bis wir nun endlich das lang ersehnte Dokument in den Händen halten.

Während wir im letzten Jahr die Tatsache, dass man uns zuerst die Gemeinnützigkeitsbescheinigung nicht ausstellen wollte, dies aber mit bereits nicht mehr existenten Gesetzten begründete, noch relativ humoristisch aufgefasst haben, standen wir zu Beginn der vorletzten Woche in der Tat kurz vor der Verzweiflung. Zu diesem Zeitpunkt erhielt ich vom Finanzamt die Ansage, dass wir die bereits seit Monaten zugesagte Bescheinigung der Gemeinnützigkeit erst nach Vorlage des Handelsregisterauszuges bekommen würden. Das wäre an sich kein Problem, hätte die Nachfrage beim Notar bzw. beim Handelsregister nicht zu der Aussage geführt, dass wir den entsprechenden Auszug wiederum erst nach Vorlage der Gemeinnützigkeitsbescheinigung bekommen würden…

Der Verdacht, man wolle uns hier einen Schildbürgerstreich spielen, bot sich mehr als an und das heiß ersehnte, gemeinnützige “g” vor der GmbH schien auf einmal wieder in weiter Ferne. Bevor jedoch die erwarteten Depressionen bei uns einsetzen konnten, kam dann glücklicherweise vom Finanzamt noch die erlösende Nachricht, dass man den Handelsregisterauszug nun doch nicht bräuchte. Inzwischen sind wir also auch offiziell eine gemeinnützige GmbH (gGmbH) und können dementsprechend auch steuerabzugsfähige Spenden annehmen um unsere Plattform weiter auszubauen (unnützer Weise sogar rückwirkend ab dem 19.12.2007).

Wer sich also mit den Zielen von Helpedia identifizieren kann und Potential in unseren Ideen sieht, der findet hier unsere Kontoverbindung. Besten Dank im Voraus!

Ansonsten für alle Interssierten hier das okument in seiner volle Pracht (die Schwärzung soll nichts verheimlichen, sondern nur Steuerberater und Finanzbeamtin vor ungefragter Aufmerksamkeit schützen):


Gemeinnützigkeitsbescheinigung-Helpedia-s[1] - Get more free documents

P.S. Dass es sich um eine vorläufige Gemeinnützigkeitsbescheinigung handelt, ist übrigens durchaus richtig. Bei neuen Organisationen ist dies so üblich. Die Steuerabzugsfähigkeit von Spenden ist davon nicht berührt.

Helpedia-Beta online!
9.3.2008, 23:36 Uhr

So, nun ist es endlich soweit, Helpedia-Beta ist endlich online. Zwar gibt es hier und da noch ein paar Kleinigkeiten, die ausgebessert werden müssen (für Hinweise auf Fehler sind wir hier dankbar), aber wir sind überzeugt, dass das runderneuerte Angebot von Helpedia ein deutlicher Schritt nach vorne ist. In diesem Zusammenhang übrigens auch ein großes Dankeschön für das zahlreiche Feedback, das uns on- wie offline in den letzten Wochen und Monaten erreicht hat.

Im Folgenden will ich die wichtigsten Änderungen kurz im Einzelnen vorstellen:

1. Neue Startseite
Ins Auge fallend ist sicherlich das Design unserer neuen Startseite. Wir haben uns bemüht, durch entsprechende Erklärungstexte die Vorteile von Helpedia noch deutlicher zu machen und auch die Ladezeiten wesentlich zu verkürzen, indem wir nun auf eine neue, nach Bundesländern geordnete Karte zurückgreifen. Außerdem werden künftig alle neuen Jobs, neue oder überarbeitete Organisationen sowie kommende Veranstaltungen direkt auf der Startseite angezeigt und so einem noch größeren Publikum zugänglich gemacht.

2. Verbesserte Jobbörse
Wenn man als Vertreter einer gemeinnützigen Organisation auf die Möglichkeit ehrenamtlicher Mitarbeit, eines Praktikum, eines Zivildienstplatzes … aufmerksam machen möchten, so bietet Helpedia nun noch mehr Möglichkeiten. Abgesehen davon, dass die entsprechenden Angebote inzwischen prominent auf der Startseite angezeigt werden, können nun auch Dateien (z.B. PDFs, oder Word-Dokumente) an das jeweilige Angebot angefügt und somit weitere, individuell aufbereitete Informationen bereitgestellt werden.

3. Veranstaltungskalender
Als eine neue Funktion haben wir einen Veranstaltungskalender entwickelt, der es einfach macht, Events aus dem sozialen Bereich vorzustellen bzw. sich über eben diese zu informieren. Die aktuell zeitnahen Veranstaltungen werden automatisch auf unserer Startseite platziert.

4. Sachspendengesuche
Organisationen können nun auch Anfragen für Sachspenden auf unserer Seite bekannt machen (z.B. Bürobedarf, Aktionsmaterialen etc.). Wer also bei sich noch etwas ungenutzt rumstehen hat, der möge doch mal schauen, ob es dafür nicht sinnvollere Verwendung gibt

Auch wenn wir glauben, mit der aktuellen Version von Helpedia schon ein wirklich nützliches Angebot bereitzustellen, soll es das noch lange nicht gewesen sein. Wir arbeiten bereits an den nächsten Erweiterungen und freuen uns jeder Zeit über Anregungen oder Verbesserungsvorschläge, damit wir unserem Ziel näherkommen, Menschen zu motivieren und dabei zu unterstützen, sich für andere und Ihre Umwelt einzusetzen.

In diesem Zusammenhang wären wir übrigens allen, die eine Homepage haben und Helpedia für eine unterstützenswerte Sache halten, äußerst dankbar für einen Link auf “http://www.helpedia.org/”. Dadurch könnten wir noch mehr Menschen erreichen und bei Ihrem Engagement unterstützen.

Helpedia nicht erreichbar…
1.3.2008, 14:17 Uhr

Aufgrund eines Serverumzuges der nicht ganz so glatt gelaufen ist wie erhofft, war Helpedia und damit auch dieser Blog für einige Stunden leider nicht erreichbar. Wir bitten vielmals um Entschuldigung und werden unser Bestes geben, dass dies sobald nicht wieder passiert.

Die gute Nachricht ist, dass wir damit dem Ende unserer ersten Testphase wieder einen Schritt näher gekommen sind und in der kommenden Woche nun endlich die nächste Version von Helpedia online stellen werden.

UNICEF, das DZI und die Spendenbereitschaft der Deutschen
24.2.2008, 15:45 Uhr

Nachdem ich mich im Helpedia-Blog ja schon zum Fall UNICEF ausgelassen habe, hier nun ein paar Gedanken zu dem, was seither passiert ist.

Erst einmal kann sich besagte Organisation wohl glücklich schätzen, dass die Steueraffäre um Klaus Zumwinkel gerade noch rechtzeitig ans Licht kam, wurde der Herr doch schon als Favorit für die Nachfolge der ehemaligen UNICEF Vorsitzenden Heide Simonis gehandelt…

Interessanter sind aber sicherlich die Reaktionen der breiten Öffentlichkeit auf den “Skandal”. In einer vom Stern in Auftrag gegebenen Forsa-Umfrage haben erschreckende 27% der Befragten angegeben, in Zukunft weniger Geld für wohltätige Zwecke spenden zu wollen. Dass dann auch noch das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) UNICEF (www.unicef.de) das Spendensiegel aberkannt hat, dürfte für weitere Verunsicherung im Sektor führen.

UNICEF-LogoIch muss gestehen nach wie vor meine Schwierigkeiten damit zu haben, in die oft pauschale Verurteilung einzustimmen. Über den Vorwurf, der bisher in der Öffentlichkeit das größte Medienecho erfahren hat, nämlich die Tatsache, dass der UNICEF-Vorstand es sich herausgenommen hat, externen Beratern zumindest teilweise marktübliche Gehälter zu zahlen, habe ich ja hier schon berichtet. Aus diesem Grund will ich mich nun auf die Kritik des DZI konzentrieren. Jene, das bekannte Spendensiegel vergebende Organisation, führt gegen UNICEF ins Feld, dass professionelle Fundraiser beauftragt und erfolgsabhängig bezahlt wurden. Dies war dann auch der Grund, der zur Aberkennung des Spendensiegels geführt hat, wobei die Details in der entsprechenden Pressemitteilung nachgelesen werden können.

Tja ja, das ist in der Tat schweres Geschütz, welches hier aufgefahren wird. Nicht auszudenken wo wir hinkämen, würde man auch in anderen Teilen der Gesellschaft dazu übergehen marktübliche und erfolgsabhängige Gehälter zu zahlen…

Na gut, bevor ich mich weiter auf das Glatteis der Ironie wage sei gesagt, dass es durchaus Gründe gibt, warum man FundraiserInnen nicht auf Provisionsbasis bezahlen sollte. Ein Grund ist sicherlich die Möglichkeit, dass man dadurch dazu verleitet werden könnte, Methoden zu verwenden, die zumindest langfristig eher zu mehr Skepsis und einer geringeren Spendenbereitschaft führen (ein Beispiel hierfür findet sich in diesem interessanten Artikel der WirtschaftsWoche). So oder so frage ich mich dennoch, ob die Art der Bezahlung von FundraiserInnen wirklich ein potentielles k.o.-Kriterium für Erlangung des Spendensiegels sein sollte (hier die einzelnen Kriterien im Detail). Die aus meiner Sicht einzig relevante Größe, die mich als potentieller Spender interessiert, wäre, wie viel Gutes pro Euro von der jeweiligen Organisation bewirkt wird – und nicht ob es eine erfolgsabhängige Vergütungen gibt bzw. ob sich die Gehaltsstruktur generell am öffentlichen Dienst orientiert (ein weiteres Kriterium des DZI). Natürlich lässt sich sowas deutlich schwerer berechnen und würde bis zu einem gewissen Grad auch immer subjektiv bleiben müssen, aber dennoch könnte die Aussagekraft der Ergebnisse meiner Meinung nach deutlich gesteigert werden.

Voraussetzung für ein solches Vorgehen ist allerdings eine größere Transparenz im gemeinnützigen Sektor als sie in Deutschland zurzeit noch vorherrscht. Diese zu erhöhen ist auch Ziel von Helpedia, und sobald wir unsere Testphase beendet haben, werden wir uns genau darauf konzentrieren. Vielleicht gelingt es uns ja, einen Beitrag zur Weiterentwicklung der bestehenden Evaluierungsmethoden zu leisten oder gar ganz neue anzuregen. Das halte ich auf jeden Fall für deutlich dringlicher, als den Entwicklungsausschuss des Bundestages darüber beraten zu lassen, ob das DZI UNICEF nicht hätte schon früher “auf die Schliche kommen müssen“.

Bis dahin freuen wir uns hier über jede Anregung oder auch jeden kritischen Kommentar.

P.S. Auf der Suche nach frei verwendbaren Bildern für diesen Artikel bin ich auf dieses Bild von Deco bzw. dem FC Barcelona gestoßen. Im Gegensatz zu “normalen” Vereinen bekommen die Katalanen für diese Art der Werbung kein Geld, sondern haben sich gar verpflichtet 0,7% ihrer jährlichen Einnahmen dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen zukommen zu lassen. Wenn das mal kein vorbildliches Verhalten ist… (mehr auf Wikipedia).

Plugins und Widgets auf dem Helpedia-Blog
22.2.2008, 1:06 Uhr

Da der Blog so langsam sowohl optisch als auch funktional die Form annimmt, die ich mir vorgestellt habe, dachte ich, es wäre mal an der Zeit, die zugrunde liegende Plattform sowie die verwendeten Plugins und Widgets vorzustellen.

Wie der /dem aufmerksamen LeserIn sicherlich nicht entgangen ist, läuft der Helpedia-Blog auf der Plattform Wordpress. Hierbei handelt es sich um freie Software, die insbesondere zum Betreiben von Blogs verwendet wird und die man hier kostenlos herunterladen kann. Das ganze wurde dann von unseren Programmierern noch in die eigentliche Helpedia-Seite eingebaut, wobei von einer 100% Integration abgesehen wurde. Nicht zuletzt aufgrund der verschiedenen Programmiersprachen (Ruby für Helpedia – PHP für Wordpress) wäre dies einfach unverhältnismäßig aufwendig, und ich denke, der aktuelle Kompromiss lässt kaum Wünsche offen. Zwar zeigt die Login-Leiste (oben rechts) auf dem Blog nicht den aktuellen Status an (einloggen kann man sich trotzdem) und auch zum Kommentieren auf dem Blog muss man seine Daten erneut eingeben, aber ich denke, damit kann man leben.

Kommen wir nun zu den eigentlichen Plugins:

1. Aksimet
Hierbei handelt es sich um das wohl meistverwendete Wordpress-Plugin, welches das Ziel hat, Spam-Kommentare abzuwehren. Wenn man bedenkt, dass ca. 90% aller Kommentare in diese Kategorie fallen, ist das sicherlich eine sinnvolle Sache.

2. Feedburner
Mit der Hilfe von Feedburner kann man noch einfacher RSS-Feeds zur Verfügung stellen (auch per Email) und sich außerdem jederzeit die aktuelle Zahl der Abonnenten anzeigen lassen.

3. WP-Highslide
Eigentlich eine alberne Spielerei, aber dennoch mein persönliches Lieblingsplugin. Dieses auf JavaScript basierende Tool ermöglicht es, kleine z.B. im Text eingebaute Bilder auf sehr ansehnliche Weise zu vergrößern.

4. Share This
Hierbei handelt es sich um den kleinen grünen Button unter jedem Artikel. Mit dessen Hilfe kann man ganz einfach Freunde oder Bekannte per Email auf den Beitrag aufmerksam machen oder ihn in einem Social-Bookmarking-Services veröffentlichen.

5. Edit Comments XT
Aufgrund eigener Erfahrungen mit fehlerhaft verfassten Kommentaren in anderen Blogs halte ich dieses Plugin für sehr nützlich, gibt es einem jedem doch für 30 Minuten die Möglichkeit, selbst geschriebene Kommentare zu bearbeiten.

6. Subscribe to comments
Durch dieses Plugin kann sich jede/r LeserIn per Email über neue Kommentare zu einem bestimmten Artikel per Email informieren lassen. Zugegeben lohnt sich das auf dem Helpedia-Blog bisher eher weniger, aber prinzipiell praktisch ist es alle mal, und vielleicht bringt die Zukunft ja noch kommentarlustigere LeserInnen.

7. Google Reader Widget
Ein weiteres, wie ich finde, großartiges Plugin, welches es per Text-Widget ermöglicht, in der Sidebar (die Leiste rechts) ausgewählte Artikel aus meinem RSS-Reader anzuzeigen. So kann ich beinah ohne zusätzlichen Aufwand alle LeserInnen daran teilhaben lasse, welche Artikel ich gerade für besonders interessant halte.

8. wpSEO
Dieses Widget soll einen dabei unterstützen, die eigenen Beiträge für Suchmaschinen noch besser aufzubereiten. Ob das wirklich einen Effekt hat, kann ich allerdings noch nicht sagen, da wir es selber erst seit sehr kurzer Zeit und auch nur eingeschränkt nutzen

9. Democracy
Dieses Widget haben wir zwar öffentlich noch gar nicht verwendet, aber auch jetzt schon bin ich sehr angetan, ermöglicht es einem doch auf sehr einfache Weise, Umfragen in einen Beitrag einzubauen. Mehr gibt’s hier demnächst auf dem Blog

Update: Jetzt ist es endlich zum einsatz gekommen. Mehr hier!

10. Gravatar
Tja, was soll ich sagen, habe es leider bisher nicht geschafft, das bekannte Gravatar-Plugin auf dem Helpedia-Blog zum Laufen zu bringen. Sollte es irgendwann doch klappen, dann könnte man neben jedem Kommentar ein kleines Bild der/s AutorIn sehen, zumindest wenn diese(r) bei besagtem Service angemeldet ist.

11. “Unser Blogteam” und “Was wir lesen”
Hierbei handelt es sich nicht um Plugins, sondern einfach um die in Wordpress eh schon vorhandenen Text-Widgets. Wem gefällt wie wir diese umgesetzt haben, der/m sei ein Blick in den Seitenquelltext empfohlen, wo die entsprechenden HTML/CSS-Codes einsehbar sein sollten

12. CO2-Kampagne
Nachdem ich mich hier für die Energiesparlampe und auch die CO2-Kampagne stark gemacht habe, wurde ich von eben dieser kontaktiert. Der gute Jarek Leszczynski schlug mir vor, ein mit Hilfe von widgetbox entwickeltes… Widget auf unseren Blog zu integrieren. Handelt sich im Endeffekt auch “nur” um einen etwas besseren Affiliate-Link, aber hey, für die gute Sache mache wir auf Helpedia doch gerne Werbung! Wenn Du also zu dem sinnvollen Entschluss kommen solltest Deine Wohnung/Haus mit diesen energie-, geld- und CO2-sparenden Leuchtmitteln auszustatten, dann empfehle ich diesen Link, oder einen Click auf das entsprechende Feld in der Sidebar dieses Blogs. Durch die schlanke Struktur der CO2-Kampagne bieten diese die Lampen zu besonders günstigen Preisen an und wenn Du über Helpedia gehst, dann gibts auch für uns noch eine kleine Spende (ohne Mehrkosten für Dich). Wenn das mal keine Win-win-win-Situation ist…

So weit – so gut, das war’s erstmal bezüglich Plugins. 1000 Dank auf jeden Fall an die entsprechenden Programmierer!

Wenn jemand einen Kommentar zu den hier vorgestellten oder gar Anregungen für weitere hat, dann immer her damit.


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