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Archiv für die Kategorie ‘Einfach helfen!’

Matt tanzt um die Welt!
13.7.2008, 23:34 Uhr

Auf die Frage nach der Aussage seines Videos “Where the hell is Matt?” schreibt Matthew Harding: “Up to you. I’m just dancing.”

Für mich ist es ein wunderschönes Symbol dafür, dass wir Eine Welt sind, aber man kann es auch einfach nur so mögen.

Auf die Idee zu den Videos ist Matt übrigens eher zufällig gekommen. Im Anschluss an seine Schulzeit, hatte er angefangen als Entwickler von Computerspielen zu arbeiten. Als es aber darum ging die nächsten zwei Jahre seines Lebens damit zu verbringen an einem Produkt mit dem wohlklingenden Namen “Destroy all humans” (Zerstöre alle Menschen) mitzuwirken, war Matt der Meinung, dass es im Leben noch mehr geben müsste, kündigte seinen Job und machte sich auf Weltreise. Inspiriert von einem Freund fing er dort an seinen einmaligen “Tanzstil” vor interessanten Kulissen auf Video zu bannen. Dies wurde im Internet schnell zum Hit und seitdem sich für die Aktion auch noch ein Sponsor fand, hat Matt meines Wissen nach nicht viel anderes gemacht als um die Welt zu reisen und zu “tanzen”.

Zu tun was man will ist eine Sache, aber auch noch jemanden zu finden der einen dafür bezahlt… Auf jeden Fall eine inspirierende Alternative zur klassische Karriere!

Einfach helfen: Kaufen und Spenden!
7.5.2008, 13:00 Uhr

Ursprünglich entstand die Idee Deutschland mit einer sozialen Internetplattform zu beglücken, als ich vor ca. 2 Jahren mehr oder minder zufällig über einige interessante Websites aus den USA gestolpert bin. Neben den hier schon öfters angeführten Networkforgood.org oder Volunteermatch.org, hatte mich damals insbesondere Igive.com fasziniert. Jene Seite macht das scheinbar Unmögliche möglich, indem man dort für eine gemeinnützige Organisation seiner Wahl spenden kann, ohne jedoch selber ins Portemonnaie greifen zu müssen.

Klingt erstmal unglaublich sowie unseriös, ist im Endeffekt aber ganz einfach: Eigentlich handelt es sich nämlich gar nicht um eine Spende, die initiiert wird, sondern um eine Provisionszahlung. Und diese wird auch nur dann ausgezahlt, wenn man bei einem der Online-Partnershops von Igive einkauft. Das hört sich jetzt vielleicht schon wieder viel weniger sexy an, wenn man aber bedenkt, dass Igive mit über 600 Onlinehändlern zusammenarbeitet, darunter Größen wie Ebay oder Expedia, dann hat die Sache meiner Meinung nach schon ihren Reiz. So ist es durch das vielfältige Angebot möglich, dass man praktisch bei jedem Einkauf im Internet, den “Umweg” über Igive nehmen kann, und damit quasi im Vorbeigehen und ohne irgendwelche Mehrkosten eine (kleine) gute Tat vollbringt.

Obwohl in den USA durchaus erfolgreich, haben ähnliche Modelle in Deutschland nie wirklich Fuß fassen können, wobei ich bis heute nicht sicher bin, ob das an hiesiger Mentalität bzw. Internetnutzung liegt, oder ob man einfach nie versucht hat das Modell wirklich professionell aufzuziehen (inkl. Promo). Soweit ich es mitbekommen habe, gab es hierzulande bisher 3 zumindest erwähnenswerte Versuche die Idee umzusetzen:

1. Planethelp.de
Die wohl älteste deutschsprachige Plattform in diesem Bereich (2001 gestartet), die in den letzten 7 Jahren immerhin 10.470€ für wohltätige Zwecke sammeln konnte (und noch mal so viel für sich selber). Obwohl die Seite nach einem Relaunch vor einigen Monaten nun endlich auch halbwegs zeitgemäß aussieht, ist es leider nie zu einem wirklichen Durchbruch gekommen.

2. The Care Club
Über dieses, inzwischen eingestellte, Projekt habe ich ja hier schon geschrieben, wobei sich der Ansatz doch nennenswert von Igive oder Planethelp unterschied, da man nur mit einer sehr kleinen Anzahl von Shops zusammengearbeitet hat und auch nennenswert an der Logistik beteiligt war. Was genau sich hinter dem Nachfolgeprojekt verbirgt, ist noch nicht ganz klar, aber zumindest finden sich auf dem Blog, auf den die Seite inzwischen verweist, einige interessante Beiträge zum Thema.

3. Zanox Fundraising@
Bereits vor einigen Jahren hat Zanox, einer der größten Affiliatevermarkter, eigene Fundraisinglösungen entwickelt, mit der sich jeder ein Shoppingportal für den guten Zweck einrichten kann. Obwohl anfänglich hoffnungsvoll und u.a. mit der Unterstützung von Alfred Biolek gestartet, ist es auch mit diesem Ansatz nicht zu einem Durchbruch gekommen. Inzwischen scheint sich niemand mehr wirklich um das Produkt zu kümmern, was zum einen durch nicht mehr ganz zeitgemäßes Design deutlich wird, zum anderen aber durch die wieder rückläufige Anzahl von Partnershops.

Auch wenn Helpedia nicht vorhat sich selbst in ein Shoppingportal zu verwandeln, so finden wir den Ansatz doch sehr spannend und haben uns inzwischen einen eigenen Fundraisingshop eingerichtet. Diesen könnt Ihr entweder über den Banner oben, den Shop-Verweis im Footer, oder direkt über http://shop.helpedia.org erreichen. Dort ist es möglich bei hunderten verschiedener Internetshops einzukaufen, wo man vom Buch, über den Handyvertrag bis zur Urlaubsreise wirklich alles bekommt, was das Shoppingherz begehrt und gleichzeitig eine Spende für Helpedia generieren kann. Letzteres ist übrigens mit keinerlei Mehrkosten oder sonst irgendeinem Haken verbunden. Unter den Shops befinden sich auch so namenhafte Player wie Amazon, Expedia, Air-Berlin, E-Plus, Otto… die teilweise über 20% des Einkaufspreises an eine gemeinnützige Organisation, in diesem Falle Helpedia, weiterleiten. Ich selber habe darüber kürzlich ein Spiegel-Abo für einen Bekannten bestellt und dadurch eine 20€ Spende an Helpedia ausgelöst. Wie gesagt, ohne jegliche Zusatzkosten - man bezahlt nicht mehr, als wenn man direkt auf die Seite geht. Die obligatorischen Prämie für die Vermittlung des Abonnements, in diesem Falle schlappen 85€, gab’s natürlich trotzdem. Falls Ihr also demnächst mal online einkaufen geht, dann denkt doch bitte an uns! ;-)

Nachtrag: Das Amazon gerade (mal wieder) aus dem Funraising-Verkausplattform ausgestiegen ist, kann ich allen die sich für diesen Shop interessieren folgenden Link ans Herz legen: http://amazon.helpedia.org. Alternativ ist im Footer (ganz unten) auch ein entsprechenden Link zu finden

Einfach helfen: Faire Blumen zum Valentinstag!
11.2.2008, 12:10 Uhr

Flower Label ProgramOb der Valentinstag nun auf einen besonders lieben(den) Heiligen zurückgeht, oder von der Blumen- und Kartenindustrie erfunden wurde, sei einmal dahingestellt. Viele freuen sich über Blumen, das ganze Jahr über oder eben an diesem einen Tag. Jedenfalls freuen sich diejenigen, die sie geschenkt bekommen.

Erschreckender Weise ist die Produktion der duftenden Geschenke weniger erfreulich: Auf den Plantagen für Schnittblumen in Afrika und Lateinamerika arbeiten meist Frauen, die sich durch den Einsatz von Pestiziden ihre Gesundheit ruinieren - und das für extrem wenig Geld.

Um diesen Frauen zu helfen, haben Brot für die Welt (www.brot-fuer-die-welt.de), FIAN (www.fian.de) und terre des hommes (www.tdh.de) ein Programm ins Leben gerufen, das Flower Label Programm (www.fairflowers.de) oder einfach FLP. Plantagen können sich dem FLP anschließen und erhalten eine Label (siehe Bild). Blumenplantagen mit diesem Label garantieren:

  • Keine Diskriminierung von Frauen,
  • Festverträge und Mutterschutz,
  • Verbot von Kinderarbeit,
  • Gewerkschaftsfreiheit,
  • Gesundheits- und Arbeitsschutz,
  • Verbot hochgiftiger Pestizide

Wer also seiner Liebsten oder auch seinem Liebsten Blumen schenken möchte, kann sich auf www.fairflowes.de informieren, welcher Blumenladen in der Nähe Blumen von diesem Label führt. Damit wird wird Freude geschenkt - von den Produzentinnen bis zu den Beschenkten!!

Viel Valentinsfreude wünscht
Gesine

Einfach helfen: Energiesparlampen reindrehen!
31.1.2008, 18:57 Uhr

Die Inspiration zu diesem, zugegeben nur mäßig innovativ klingendem Beitrag kam dieses Mal nicht von we-are-what-we-do, sondern von der CO2-Kampagne, hinter der wiederum die Projektwerkstatt von Prof. Faltin steht (via Alles-was-gerecht-ist). Letzterer hat ja schon mit der Teekampagne bewiesen, dass man durch den Verkauf in großen Mengen sowie den Verzicht auf Zwischenhändler und unnötige Verpackungen ausgezeichnete Qualität zu sehr günstigen Preisen anbieten kann ohne dabei Abstriche bezüglich ökologischer und sozialer Kriterien machen zu müssen. Außerdem setzt sich der Gute im Rahmen des Labors für Entrepreneurship auch vorbildlich für das (soziale) Unternehmertum in Deutschland ein (die haben auch nen guten Blog)

CO2-KampagneAber zurück zur CO2-Kampage: Für schlappe 29,2 28,8 € (inkl. Versand) bekommt man hier satte 10 Energiesparlampen die mit ihren 11 Watt für jeweils soviel Licht sorgen wie eine herkömmliche 60 Watt Lampe. Obwohl deutlich billiger als im konventionellen Fachhandel liegt man damit preislich aber noch immer über dem, was man für klassische Glühlampen ausgeben müsste. Dies gilt allerdings nur für die Anschaffungskosten. Da Energiesparlampen deutlich länger halten und daher weniger oft ausgewechselt werden müssen, ergeben sich in Kombination mit der entsprechenden Stromersparnis über den gesamten Lebenszyklus eines solchen 10er-Packs Einsparungen von über 700 €! Ohne das jetzt konkret nachgerechnet zu haben dürfte man dabei auf Renditen kommen, die selbst erfolgreiche Hedge-Fonds vor Neid erblassen lassen. Dass man dadurch zusätzlich noch über 2 Tonnen CO2 einspart gibt’s dann sozusagen als Bonus gratis dazu.

Mehr Infos gibt’s auf der Website der Kampagne (siehe oben) oder in deren Blog.

Wie man darüber hinaus noch dazu beitragen kann, weniger CO2 in die Luft zu blasen, kann man auf der Website der gemeinnützigen GmbH co2online nachlesen (www.co2online.de), welche von Ashoka-Fellow Dr. Johannes D. Hengstenberg betrieben wird.

Einfach helfen: Organspendeausweis zulegen!
28.1.2008, 14:59 Uhr

Nicht zuletzt inspiriert von we-are-what-we-do haben ich mich nach Jahren der guten Vorsätze endlich dazu durchgerungen mir einen Organspendeausweis zuzulegen. Wenn man bedenkt wie einfach es ist kann ich nur sagen, “Asche auf mein Haupt” so lange gewartet zu haben!

OrganspendeausweisIn Deutschland warten momentan etwa 12.000 PatientInnen auf ein Organspende. Dem stehen jährlich allerdings nur etwa 1.300 SpenderInnen gegenüber, was dazu führt, dass viele Menschen sterben müssen, weil kein Organ rechtzeitig zur Verfügung steht. Ein Grund hierfür besteht sicherlich darin, dass momentan nur ca. 12% der Deutschen einen Organspendeausweis bei sich tragen, obwohl über 80% Organtransplantationen prinzipiell für eine gute Sache halten (so sagte man mir zumindest bei der Deutschen Stiftung Organtransplantation)

Wenn auch Du zu besagten 80% gehörst, dann genug der Vorrede und los geht’s! Klick einfach auf das Bild und Du gelangt automatisch zu einem Organspendeausweis im PDF-Format. Den kannst Du dann gleich online ausfüllen, sofort ausdrucken und Dir ins Portmonee stecken. Wer weiß, vielleicht rettest Du dadurch ja mal ein Leben!

Wer noch immer Bedenken hat, dem sei ein Besuch auf der entsprechenden Website der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfohlen, Dort wird auf alle Fragen eingegangen und auch eine türkische Version des Organspendeausweises angeboten.

Wenn Du Dich vorher noch von ein paar Stars und Sternchen inspirieren lassen möchtest, dann schau doch mal bei dem Verein “Junge Helden” vorbei (www.junge-helden.org). Dort kommen auch Leute wie Jürgen Vogel, Barbara Schöneberger und Co. zu Wort.

P.S. Habe gerade gesehen, dass sich hier auch der gute Robert Basic der Sache angenommen hat. Schön zu sehen wenn sich auch die großen Blogger für so etwas einsetzen.


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