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Helpedia auf dem Globalen Wirtschafts- und Etikforum 2008 in Berlin – ein Erfahrungsbericht
13.3.2008, 16:14 Uhr

Irgendwie hatten wir es geschafft: Helpedia stand auf der offiziellen Teilnehmerliste des Globalen Wirtschafts- und Ethikforums (GWEF), wo sich Namen wie Wolfgang Schäuble, Sigmar Gabriel, Claudia Roth, Wolfgang Gerhard, aber auch Unternehmensvertreter von den Konzernen Microsoft, Siemens, Puma, Otto, Deutsche Bank und…und…und… wiederfanden. Das GWEF versteht sich als die zentrale Austausch- und Präsentationskonfernenz für Politiker, Entscheidungsträger von Unternehmen und Kommunikationsprofis zum Thema Corporate Social Responsibility (CSR).

Ein Blick auf die Teilnehmerliste des GWEF´s hat uns schon verraten, dass Helpedia eher die Rolle eines schmückenden NGO-Statisten, als gleichberechtigter Gesprächspartner zugedacht war. Nur ungefähr ein Zehntel der Teilnehmer waren gemeinnützige Vereine und Organisationen und im Verlauf der Konferenz verfestigte sich der Eindruck, dass hier über das soziale Engagement in Deutschland ohne die tatsächlichen Helfershelfer sinniert werden sollte.

GWEFFür die praktischen Belange gemeinnütziger Organisationen gab die Veranstaltung dann auch erwartungsgemäß wenig her. Dafür war es aber im interessant zu beobachten, wie wenig sich bisher ein festes Begriffsverständnis von CSR bei den Teilnehmern geformt hatte. Die Bedeutungszuweisungen schwankten von strategischem Marketinginstrument, über eine integrale Geschäftsphilosophie und -strategie, hin zu einem unternehmerischen Maßnahmenbündel zur Begegnung des Klimawandels. Die prominente Besetzung des Gipfels brachte es mit sich, dass von politischer Seite besonders oft an das nationale Ehrgefühl der Unternehmen appelliert wurde, während umgekehrt die Unternehmen ihre regionale Heimatverbundenheit in den verblüffendsten Tönen priesen. Ging es um konkrete Inhalte verlor CSR plötzlich viel von seinem karitativen Charakter. Stattdessen wurde auffällig oft CSR als ein bestimmender Wettbewerbsvorteil und zentraler Standortfaktor tituliert, der Deutschland zum Nachhaltigkeitsweltmeister werden lasse und damit China auch in Zukunft in seine Schranken verweise. Durch die Bedeutungsdichte des CSR-Begriffs (immer auch gern in Verbindung mit den Adjektiven nachhaltig und innovativ gebraucht) dämmerte es einem endlich, warum die Veranstaltung von dem (mir bisher gänzlich unbekannten) Verlagshaus Helios Media veranstaltet wurde: “CSR ist über weite Strecken ein Schlaraffenland der PR-Branche.”, brachte es Dr. Wilhelm Herlyn, Chefredakteur der Deutschen Presseagentur zum Ausdruck.

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Wohlfahrtskartell im Gemeinnützigen Sektor?
12.1.2008, 0:51 Uhr

Ob in der Pflege oder der Behindertenbetreuung - In Deutschland können sich die Kommunen auf das weit verzweigte Netzwerk der großen Wohlfahrtsverbände, wie Caritas oder Diakonie, stützen. Werden aber dadurch kleinere Anbieter von Sozialen Diensten benachteiligt? Ein 7-Minuten Beitrag des ZDF-Politmagazin Frontal vom 9.Januar hinterfragt kritisch die derzeitige Vergabepraxis von kommunalen Aufträgen in der Behindertenbetreuung und ist hier abrufbar.

Bis später,

Simon

Darf ich mich vorstellen…
8.1.2008, 12:54 Uhr

mein Name ist Simon Stettner und ich arbeite seit kurzer Zeit für das Helpedia-Team.

Die Entscheidung mich für Helpedia zu engagieren, fiel überraschend schnell und einfach. Noch vor ein paar Wochen war ich eingeschriebener Student an der Humboldt-Universität zu Berlin und bereitete mich fleißig auf meine letzte Examensprüfung vor. Jetzt sitze ich bereits im provisorischen Helpedia-Büro und versuche meinen Beitrag für das Gelingen dieser Idee zu leisten.

Als ich Basti das erste Mal traf, brauchte er nicht lange, um mich von der Grundidee von Helpedia zu überzeugen. Als Kind von Eltern der aktiven Zivilgesellschaft und dem Besuch eines evangelischen Gymnasiums, wurde ich schon früh für die Problemlagen der Welt sensibilisiert.

SImon StettnerDurch Zivildienst und mehrere Tätigkeiten in gemeinnützigen Projekten blieb bei mir die Erkenntnis haften, dass nicht allein die mangelnde Anteilnahme der Menschen die Welt manchmal so schlecht aussehen lässt, sondern auch die mangelnde Koordination der “Guten Taten“ und eine fehlende Transparenz im Dritten Sektor seinen Anteil an dieser Situation besitzt. Daher glaube ich, dass Helpedia ein Schritt in die richtige Richtung ist.

Meine Kompetenzen für Helpedia sehe ich v.a. in der Kommunikationsarbeit. Durch ein mehrmonatiges Praktikum bei der Agentur A&B in Berlin sowie einigen mehr oder minder erfolgreichen journalistischen Gehversuchen hoffe ich hier, meine Erfahrungen für eine gute Sache vertiefen zu können.

Mit diesen Zeilen beende ich meine kleine Vorstellungsrunde mit dem Hinweis, dass von mir in diesem Blog bald mehr zu lesen ist. Besonders gerne als Antwort auf eure Anregungen und Fragen, die ihr mit unserem größten Zuspruch hier posten könnt.

Viele Grüße,

Simon


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