Hallo,
nun möchte ich mich hier auch mal zu Worte melden. Eine ausführliche Vorstellung meiner Person kann der “Über Uns”-Seite entnommen werden. (Ja, genau, ich bin der Kerl mit dem grauen Anzug und der Brille.) Da ich auch in der Blog-Redaktion tätig bin, wird auch von mir gelegentlich hier etwas zu lesen sein. Aus diesem Grund möchte ich auch die Rubrik “Inspirative Bücher” eröffnen.
Die Bücher, die hier vorgestellt werden, befassen sich (zumindest im weitesten Sinne) mit den Themengebiet “Weltverbesserung”.
Ein Buch das mir kürzlich in die Hände gefallen ist, (okay, genauer gesagt, es war ein Weihnachtsgeschenk, herzlichen Dank noch mal an dieser Stelle) ist die Autobiographie von Rüdiger Nehberg
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Rüdiger Nehberg ist als Surrvival-Experte und Abenteurer bekannt. Durch seine medienwirksamen Aktionen für die Yanomami-Indianer in Brasilien hat er sich wiederholt pressewirksam für Menschenrechte eingesetzt. Er engagiert sich in letzter Zeit in der von ihm gegründeten Organisation Target. Diese setzt sich insbesondere für die Abschaffung der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM: Female Genital Mutilation) ein und hilft den Frauen, die Opfer dieses Brauches werden.
Also, warum sollte man das Buch nun lesen, wenn man vieles über Herrn Nehberg auch aus dem Eintrag bei Wikipedia erfahren kann?
Allgemein zeigt das Buch den Werdegang des Abenteurers Rüdiger Nehberg. Seine Jugendjahre, in denen er sich z.B. durch Rattenfangen das Taschengeld aufbesserte, und seine Kontroversen zum konservativen Elternhaus werden beschrieben. Auch seine Lehrjahre als Konditor und seine erste weite Reise mit dem Fahrrad nach Marakesh werden dargestellt. Er berichtet von seiner Tätigkeit als selbständiger Konditor in Hamburg und wie er sich mit dem Thema Survival auseinandersetzte. Vor diesem Hintergrund wird auch dargelegt, warum er sich für Menschenrechte engagiert, und weshalb es zu der Gründung von Target kam. Dem Leser wird nahe gebracht, wie Nehbergs persönlicher Einsatz für die Menschenrechte motiviert ist, und welche Aktionen er diesbezüglich durchführte.
Das Ganze ist leicht zu lesen, und der nun über 70-jährige gibt auch offen einige Jugendsünden zu. Den Charme des Buches machen die Persönlichkeit des Autors und seine unterhaltsamen Anekdoten aus. Sein Werk ist mit einem Augenzwinkern zu lesen, was schon auf den ersten Seiten zu erkennen ist.
Bereits im Vorwort macht der Autor klar, dass ihn seine Lektorin und seine Lebensgefährtin zu diesem Buch anlässlich seines 70. Geburtstages überredet hätten. Da er ja schon viele Bücher geschrieben habe, könne er nun wirklich nichts “ganz” Neues aus dem Ärmel zaubern. Die argumentativen Bemühungen, sich gegen die beiden Frauen durchzusetzen, um keine Autobiographie schreiben zu müssen, scheiterten jedoch. Auch der Versuch, im “Nachwort des Vorworts” alle Kritik des Lesers auf die beiden Damen abzuwälzen, wird an dieser Stelle ignoriert. Die nun folgenden Worte sind direkt an Rüdiger gerichtet. (Das sei hier nur angemerkt, falls der Autor das lesen sollte und sich wegen S.13 seines Buches nicht als Adressat der Kritik sieht!)
Was im Vorwort angedeutet ist, trifft leider auf das Buch zu: Durch zu viele Verweise auf seine anderen Bücher wirkt es in manchen Teilen wie eine „Linkliste”. Wer kein eingefleischter „Rüdiger”-Fan ist, bleibt da etwas auf der Strecke. Der Inhalt ist zwar trotzdem nachvollziehbar, aber der Lesespaß leidet etwas darunter.
Ein weiterer Schwachpunkt des Buches ist, dass manche Themen und Ideen etwas zu oft wiederholt werden. Als Leser erhofft man sich zusätzliche Informationen und bekommt statt weiteren Ausführungen nur einen Verweis auf andere Bücher.
Resumé:
Rüdiger Nehberg ist eine beeindruckende Persönlichkeit, und allein aus diesem Grund ist das Buch durchaus lesenswert. Wer einen Überblick über die Aktionen von Nehberg, gewürzt mit Anekdoten, erhalten möchte, dem ist dieses Buch zu empfehlen. Mir persönlich hat das Buch gut gefallen, sozusagen ein leichter Buchsnack für zwischendurch.
Urteil:
Durchaus lesenswert, aber kein Muss.
Steve
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