Nachdem Steve ja bereits über Kiva berichtet hat und ich hier auf mögliche Kritikpunkt eingegangen bin, will ich besagte Mikrokredit-Plattform nun noch mal im Rahmen zweier ähnlicher Angebote präsentieren.
Das wichtigste zur ältesten und mit Abstand bekanntesten Internetplattform für die Abwicklung von Mikrokrediten wurde ja bereits in den beiden oben genannten Artikeln zusammengefasst. Daher sei hier nur noch mal gesagt, dass es sich bei Kiva um eine gemeinnützige Organisation handelt, über deren Plattform man sich in 25 US$ - Paketen an der Vergabe von Kleinstkrediten an ausgewählte Einzelpersonen in Entwicklungsländern beteiligen kann. Zinsen erhält man dafür nicht, sondern wird im Gegenteil noch zu einer Spende an Kiva selbst animiert, damit diese nachhaltig arbeiten kann. Kiva leitet das Geld dann kostenfrei an entsprechende Partnerorganisationen in dem jeweiligen Land weiter, welche dann letztendlich Kredite an die ausgewählten KleinstunternehmerInnen vergibt. Dies geschieht jedoch keinesfalls umsonst, denn der Organisation entstehen ja nach wie vor Kosten, die durch Kiva nicht kleiner geworden sind (z.B. durch die Erstellung von Onlineprofilen der KreditnehmerInnen). Für die Zukunft ist laut Kiva auch geplant, den Kreditgebern zu ermöglichen, Zinsen zu verlangen. Aber wann und unter welchen Umständen dies passieren wird, ist noch nicht klar. Unstrittig allerdings ist Kivas Erfolg bei der Erschließung neuer, sozialer Investoren. Laut Website werden über die Plattform inzwischen mehr als 2,5 Mio. US$ pro Monat vermittelt.
Nachdem Wirtschaftsstudentin Tracey Pettengill Turner erstmalig vom Konzept der Mikrofinanzierung gehört hatte, war sie schnell begeistert. Um sich jedoch selbst ein Bild zu machen, ob und wie das in der Praxis funktioniert, beschloss sie, der Grameen Bank in Bangladesch einen Besuch abzustatten. Nachdem sie sich dort zusätzliche Inspiration geholt hatte (ein solcher Aufenthalt hat ja auch schon andere auf dumme Gedanken gebracht… -> siehe “Von der Grameen Bank zu Helpedia“), kam ihr die Idee, auch “einfachen Leuten” aus den USA die Möglichkeit zu geben, in diese gute Sache zu investieren. Dies war dann die Geburtsstunde von MicroPlace. Durch Kontakte zu eBay, dessen Gründer ja bekannt sind für ihre Unterstützung von Social Entrepreurs, wurde MicroPlace dann im Sommer 2006 zu einer “eBay Company”. Im Gegensatz zu Kiva ist MicroPlace keine gemeinnützige Organisation, aber man hat glaubhaft versichert, dass eventuelle Gewinne nicht an die eBay-Aktionäre, sondern an andere soziale Initiativen fließen würden (im Zweifelsfall die eBay Stiftung). Soweit zum Hintergrund. Für die normale Nutzerin besteht der Hauptunterschied zu Kiva darin, dass man bei Microplace keinen Einzelpersonen, sondern Mikrofinanzinstitutionen Geld leihen kann. Über die auf soziale Investments spezialisierte Calvert Foundation bzw. Oikokredit werden die Einlagen der ausgewählten Organisation zur Verfügung gestellt. Neben zahlreichen Entwicklungsländern kann man über MicroPlace seit neustem auch Projekte in den USA unterstützen. Ein weiterer Unterschied zu Kiva ist, dass man Zinsen auf seine Einlagen erhält, wobei diese momentan noch bei bescheidenen 1,25% - 3% liegen.
Den wohl kreativsten Ansatz fährt das im Mai 2006 vom dänischen Geschäftsmann Mads Kjær gegründete Unternehmen MyC4. Einerseits kann man sich hier wie bei Kiva direkt einzelne KleinstunternehmerInnen aussuchen, die man mit Hilfe einer Mikrofinanzinstitution unterstützen möchte. Andererseits erhält man auf die entsprechenden Investitionen durchaus Zinsen. Diese werden jedoch nicht einfach festgelegt, sondern durch eine Art Auktionsverfahren ermittelt, wobei die maximale Verzinsung bei 25% liegt. Für die KreditnehmerIn kommen da dann allerdings noch mal diverse Aufschläge von MyC4 sowie den an der Kreditvergabe beteiligten Institutionen dazu. Seit Beginn der Unternehmung wurden laut Website schon über 2,2 Mio. € an knapp 1.500 Kleinstunternehmen vermittelt, wobei die durchschnittlichen, von den Nutzern (Kreditgebern) verlangten Zinsen bei 12% lagen. Im Unterschied zu Kiva kam die Anschubfinanzierung des Projektes übrigens nicht aus dem Technologieumfeld, sondern zum einen von dem Maschinenbauunternehmen Kjær Group bzw. dessen Geschäftsführer und zum anderen und DANIDA, einer dänischen Institution des staatlichen Entwicklungszusammenarbeit.












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