Irgendwie hatten wir es geschafft: Helpedia stand auf der offiziellen Teilnehmerliste des Globalen Wirtschafts- und Ethikforums (GWEF), wo sich Namen wie Wolfgang Schäuble, Sigmar Gabriel, Claudia Roth, Wolfgang Gerhard, aber auch Unternehmensvertreter von den Konzernen Microsoft, Siemens, Puma, Otto, Deutsche Bank und…und…und… wiederfanden. Das GWEF versteht sich als die zentrale Austausch- und Präsentationskonfernenz für Politiker, Entscheidungsträger von Unternehmen und Kommunikationsprofis zum Thema Corporate Social Responsibility (CSR).
Ein Blick auf die Teilnehmerliste des GWEF´s hat uns schon verraten, dass Helpedia eher die Rolle eines schmückenden NGO-Statisten, als gleichberechtigter Gesprächspartner zugedacht war. Nur ungefähr ein Zehntel der Teilnehmer waren gemeinnützige Vereine und Organisationen und im Verlauf der Konferenz verfestigte sich der Eindruck, dass hier über das soziale Engagement in Deutschland ohne die tatsächlichen Helfershelfer sinniert werden sollte.
Für die praktischen Belange gemeinnütziger Organisationen gab die Veranstaltung dann auch erwartungsgemäß wenig her. Dafür war es aber im interessant zu beobachten, wie wenig sich bisher ein festes Begriffsverständnis von CSR bei den Teilnehmern geformt hatte. Die Bedeutungszuweisungen schwankten von strategischem Marketinginstrument, über eine integrale Geschäftsphilosophie und -strategie, hin zu einem unternehmerischen Maßnahmenbündel zur Begegnung des Klimawandels. Die prominente Besetzung des Gipfels brachte es mit sich, dass von politischer Seite besonders oft an das nationale Ehrgefühl der Unternehmen appelliert wurde, während umgekehrt die Unternehmen ihre regionale Heimatverbundenheit in den verblüffendsten Tönen priesen. Ging es um konkrete Inhalte verlor CSR plötzlich viel von seinem karitativen Charakter. Stattdessen wurde auffällig oft CSR als ein bestimmender Wettbewerbsvorteil und zentraler Standortfaktor tituliert, der Deutschland zum Nachhaltigkeitsweltmeister werden lasse und damit China auch in Zukunft in seine Schranken verweise. Durch die Bedeutungsdichte des CSR-Begriffs (immer auch gern in Verbindung mit den Adjektiven nachhaltig und innovativ gebraucht) dämmerte es einem endlich, warum die Veranstaltung von dem (mir bisher gänzlich unbekannten) Verlagshaus Helios Media veranstaltet wurde: “CSR ist über weite Strecken ein Schlaraffenland der PR-Branche.”, brachte es Dr. Wilhelm Herlyn, Chefredakteur der Deutschen Presseagentur zum Ausdruck.












Helpedia öffnet sich ab sofort für Gastbeiträge ausgewählter Vertreter des gemeinnützigen Sektors. Den Auftakt macht Jürgen Richterich, Vorsitzender und Gründer des 






