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Archiv für Januar 2008

Darf ich mich vorstellen…
8.1.2008, 12:54 Uhr

mein Name ist Simon Stettner und ich arbeite seit kurzer Zeit für das Helpedia-Team.

Die Entscheidung mich für Helpedia zu engagieren, fiel überraschend schnell und einfach. Noch vor ein paar Wochen war ich eingeschriebener Student an der Humboldt-Universität zu Berlin und bereitete mich fleißig auf meine letzte Examensprüfung vor. Jetzt sitze ich bereits im provisorischen Helpedia-Büro und versuche meinen Beitrag für das Gelingen dieser Idee zu leisten.

Als ich Basti das erste Mal traf, brauchte er nicht lange, um mich von der Grundidee von Helpedia zu überzeugen. Als Kind von Eltern der aktiven Zivilgesellschaft und dem Besuch eines evangelischen Gymnasiums, wurde ich schon früh für die Problemlagen der Welt sensibilisiert.

SImon StettnerDurch Zivildienst und mehrere Tätigkeiten in gemeinnützigen Projekten blieb bei mir die Erkenntnis haften, dass nicht allein die mangelnde Anteilnahme der Menschen die Welt manchmal so schlecht aussehen lässt, sondern auch die mangelnde Koordination der “Guten Taten“ und eine fehlende Transparenz im Dritten Sektor seinen Anteil an dieser Situation besitzt. Daher glaube ich, dass Helpedia ein Schritt in die richtige Richtung ist.

Meine Kompetenzen für Helpedia sehe ich v.a. in der Kommunikationsarbeit. Durch ein mehrmonatiges Praktikum bei der Agentur A&B in Berlin sowie einigen mehr oder minder erfolgreichen journalistischen Gehversuchen hoffe ich hier, meine Erfahrungen für eine gute Sache vertiefen zu können.

Mit diesen Zeilen beende ich meine kleine Vorstellungsrunde mit dem Hinweis, dass von mir in diesem Blog bald mehr zu lesen ist. Besonders gerne als Antwort auf eure Anregungen und Fragen, die ihr mit unserem größten Zuspruch hier posten könnt.

Viele Grüße,

Simon

Von der Grameen Bank zu Helpedia (1. Teil)
3.1.2008, 16:35 Uhr

Während im Hintergrund fleißig daran gewerkelt wird wir das bisher erhaltene Feedback sowie ein paar Erweiterungen umzusetzen, wollen wir die Chance nutzen und das Helpedia-Team etwas genauer vorstellen. Den Anfang wird dabei meine Wenigkeit machen, wobei ich es Euch erspare, meinen Lebenslauf einfach in Prosa wiederzugeben (die „harten Fakten“ findet Ihr hier), sondern von einer der wahrscheinlich prägendsten Erfahrungen meines Lebens berichten werde.

Ohne mein Praktikum bei der Grameen Bank und der damit verbundenen Zeit in Bangladesch hätte ich wohl nie den Versuch gewagt, mich mit einer gemeinnützigen Organisation selbstständig zu machen.

Begonnen hat das Ganze vor circa zehn Jahren, als mich der jetzige Helpedia-Mitgründer Matthäus erstmalig auf die Grameen Bank aufmerksam gemacht hat und fasziniert davon berichtete, wie diese inzwischen von Spenden praktisch unabhängige Finanzinstitution Millionen Menschen aus der Armut befreit hat.

Zusammen mit dem kleinen, großen MannIch muss gestehen, dass ich damals trotz spontaner Begeisterung wenig Muße hatte, mich näher mit dieser Thematik zu beschäftigen, da ich völlig dem um sich greifendem Börsenfieber jener Tage erlegen war. Als mir der Kapitalismus dann aber seine hässliche Fratze zeigte, sprich meine Konfirmationstaler im allgemeinen Börsencrash pulverisiert wurden, begann ich damit, meine soziale Ader wieder zu entdecken (hatte auch vorher schon eine kleine „Aktivisten Karriere“ hinter mir). Den Rest gab mir einige Zeit später die extrem lesenwerte Biographie des Grameen Bank Gründers Muhammad Yunus (selbst Mutti fand sie gut!) sowie die Gelegenheit, im Rahmen einer Studenten-Konferenz einem ebenso spannenden wie inspirierendem Vortrag über eben jene Institution zu lauschen (Dank an Nancy). So entstand in mir der Wunsch, sich die Sache einmal selber anzuschauen.

Gesagt – getan. Also brach ich im Herbst 2003 für drei Monate nach Bangladesch auf, um dort ein Praktikum bei jener, inzwischen mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten, Bank zu absolvieren. Was mir dort widerfahren ist, könnt Ihr dem nun folgenden Praktikumsbericht entnehmen, der bis auf einige winzige und meist rein orthographische Änderung genau dem entspricht, was ich vor ca. vier Jahren an einige FreundInnen verschickt habe. Insofern bitte ich um Milde, wenn ich hier und da vielleicht einige politisch unkorrekte Verallgemeinerungen vornehme und für die eine oder den anderen etwas zu sehr mit meiner damaligen studentischen Lebensweise kokettiere.

Anyway, genug der Vorrede:

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